Rund 40 bedürftige Kinder frühstücken hier täglich und nehmen gemeinsam das Mittagessen ein. Die Kinder werden betreut und auf die Schule vorbereitet. Den älteren, die die aufgrund ihrer Lebenssituation nicht zur Schule gehen können, soll der Einstieg in die Schule ermöglicht werden.
Um die Lebenssituation in den Familien zu verbessern, will das Projekt Angebote schaffen, die darauf abzielen, Ideen, Wissen und Fertigkeiten zu erwerben, zu vermitteln und auszutauschen. Damit soll den Familien ein kleines Einkommen ermöglicht werden, zum Beispiel durch die Produktion von Seife, Brot, Spielzeug und Blumentöpfen.
Die Suppenküche von Havana ist Teil des Programms Bet-osyan, dem Basic Education and Teaching for Out of School Youth and Adults in Namibia.
Eine Gruppe Studierender der Universität Gießen half im März 2010 das Gelände zu begradigen und die Grundmauern zu setzen. Die finanziellen Mittel für den Bau wurden von Palium bereitgestellt. Pallium trägt außerdem einen Teil der laufenden Kosten. Maßgebliche Unterstützung erfährt das Projekt durch Christine Bruker und Annegret Trübenbach-Klie aus Freiburg. Dank ihrer Unterstützung verfügt die Suppenküche von Havana
mittlerweile über ein Netzwerk von Spendern und Ehrenamtlichen,
die das Projekt ideell und zum Teil finanziell tragen.
Havana ist ein informeller Stadtteil im Norden von Windhoek mit einer nur ungenügend ausgebauten Infrastruktur. Es ist ein dicht besiedeltes Gebiet, in welchem oft 10 Personen in einer nur 25 Quadratmeter großen Wellblechhütte leben.
Viele Bewohner und Bewohnerinnen haben keine Arbeit, die Rate der HIV/AIDS-Invizierten ist hoch, nicht wenige sind alkoholabhängig. Das Leben der Kinder wird von der schwierigen Lebenssituation der Familie in hohem Maße beeinträchtigt, Gewalterfahrungen sind häufig.